6. Etappe: Schneverdingen - Soltau, 27 km

Tagesbericht zum 6. September 2019 von Steffi, Mia + Gwendolyn sowie Fotos von Gwendolyn + Stefan Grönefeld

Heute Morgen mussten wir früh raus. Die rund 1.500 Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule Schneverdingen (KGS), in der wir übernachten durften, starten um 7.30 Uhr mit dem Unterricht. Bis dahin mussten wir den Klassenraum geräumt haben, in dem wir unser Nachtlager aufgeschlagen hatten. Für das frühe Aufstehen wurden wir mit Duschen in der benachbarten Grundschule und einem herrlichen Frühstück belohnt.

Das Frühstück genossen wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern einer 6. Klasse der KGS sowie einigen Lehrkräften. Die 6. Klasse hatte das Frühstück vorbereitet und hat uns am Tisch nicht nur gut unterhalten, sondern auch sehr zuvorkommend bedient – besser hätten wir nicht in den Tag starten können. Jörg und Sebastian gaben zum Dank spontan eine Darbietung mit Gitarre und Xylophon zum Besten. Die Inklusionsbeauftragte der Schule, Susan Bauermeister, hat uns mit ihrem großartigen Einsatz für all die liebevoll überlegten Programmpunkte am Vorabend und heute Morgen einen wirklich unvergesslichen Aufenthalt in Schneverdingen beschert - ein großes Dankeschön dafür.

Beim Herauslaufen aus Schneverdingen statteten wir der beeindruckenden Eine-Welt-Kirche einen kurzen Besuch ab und testeten die Akustik mit einem gemeinsam gesungenen "Laudate omnes gentes". Wir hatten Glück und erhielten sogar spontan von einer lieben Mitarbeiterin vor Ort einige fachkundige Erläuterungen des zur EXPO 2000 errichteten modernen Sakral-Baus mit seinem aus einer Erden-Sammlung aus aller Welt bestehenden Altar.

Von Schneverdingen aus begleitete uns Stefan Grönefeld, ein Journalist der Böhme Zeitung Soltau, ein Stück weit bis zum Pietzmoor. Unterwegs trafen wir endlich die Herde Heidschnucken und Moorschnucken, die uns gestern bereits versprochen worden war. Uns begegneten viele Menschen, mit einigen von ihnen kamen wir ins Gespräch über unsere Wanderung. Unser Weg durch das Moor war wunderschön und eine tolle Abwechslung zu mehreren längeren Passagen entlang einer Landstraße.

Mittags genossen wir nicht nur unsere morgens geschmierten Brote und Brötchen, die noch vom Frühstück in der Schule übrig waren, sondern auch von Jörg frisch zubereiteten Kaffee und einen leckeren Kuchen, den Martin und Ben-David organisiert hatten.

Gut gestärkt wanderten wir weiter auf dem Jakobsweg, der uns an sonnenbeschienenen Feldern vorbei und später in einen dicht bewachsenen Wald führte. Unterwegs machten wir gelegentlich Halt, um Blasen an den Füßen einiger Mitwandernden zu versorgen. Zwischendurch wurde auch mal jemand vom Begleitfahrzeug abgeholt, insgesamt hielten wir uns jedoch wacker und liefen geduldig weiter.

Eine besondere Herausforderung erwartete uns im Moor, wo wir einen Wasserlauf zu überqueren hatten. Die „Brücke“ war jedoch schon recht verrottet und wir mussten uns überwinden, diese zu überqueren und dabei weder einzubrechen, noch an rostigen Nägeln hängenzubleiben. Es gelang uns allen, inklusive unserer Begleithunde, diese Barriere zu überwinden - ganz getreu dem diesjährigen Motto unserer Wanderung. Der weitere Weg zog sich noch, die schöne Landschaft lenkte dabei gut von den schmerzenden Füßen ab.

Endlich angekommen erwartete uns bereits eine Gruppe der Lebenshilfe Soltau an unserem Ziel. Wir wurden zu einem gemeinsamen Abendessen mit Bratwurst vom Grill eingeladen. Während angefeuert wurde, hatten wir Gelegenheit unser Lager aufzuschlagen, kurz zu duschen und den Spielplatz hinter dem Haus auszutesten. Herzlichen Dank an die Lebenshilfe für Eure liebe Gastfreundschaft.

Vielen Dank an unsere Sponsoren/-innen!