8. Etappe: Füssen - Breitenwang , 19 km

Berichte zum 23. Juli 2017 von Nesquick, Oskar und Elisabeth F.

Mal wieder Zeit für mich, einen kurzen Bericht zu schreiben. Wie Ihr schon wisst, sind wir gestern in Füssen angekommen und gleich zum Gottesdienst gegangen. Alle denken immer, ich kann keine Piktogramme lesen. Stimmt nicht! Ich habe deutlich das Schild gesehen: Hund durchgestrichen. Unauffällig und ruhig folgten wir, Oskar und ich (Freddy ist im Quartier geblieben), unserem Frauchen und Herrchen in die Stadtkirche. Bis zum Ende sind wir kaum aufgefallen. Aber dann ist es doch passiert. Wir wurden entdeckt… Und siehe da, alle freuten sich, uns zu sehen. Wir wurden gestreichelt, begrüßt und bewundert. Da kam richtig Stimmung auf. Vielleicht sollte man uns öfter in die Kirche einladen. Barbara, eine ältere Gottesdienstbesucherin, meinte sehr treffend: „Schließlich seid Ihr auch Geschöpfe Gottes.“ Danke, Barbara!

Gleich wird mein Kumpel Oskar noch von heute berichten. Nur ganz kurz: Beim Loswandern am Morgen sind wir auf Läufer des Füssener Stadt-Marathons getroffen. Immer wenn einer an uns vorbei lief, sind mein Frauchen und ich ein Stück mitgespurtet, um ihnen Mut zu machen. Das fanden die echt toll und hätten mich am liebsten gleich als Zughund ausgeborgt. So eine Gaudi!

Die letzten Tage brauchte ich keinen Rollstuhl mehr zu ziehen. Ehrlich, das fehlt mir, und ganz besonders fehlt mir Oleg. Das ist ein echt cooler Typ!

Eure Nesquick

Heute bin ich, Oskar, mit meinem Herrchen zum x-ten Mal auf Wanderschaft gegangen. Ich freue mich immer sehr, wenn ich mit einem Rudel von netten Leuten unterwegs bin, da ich ein Hütehund bin. Bei so einer Wanderung habe ich dann immer viel zu tun, damit ich den Überblick behalte, wer alles mit dabei ist und damit keiner auf der Stecke bleibt.

Auf der heutigen Etappe sollte es zu einem Märchenschloss gehen, hat mir mein Hundeführer ins Ohr geflüstert, Schloss Neuschwanstein. Wird bestimmt eine spannende Sache für uns, dachte ich gleich. Auf dem Weg dorthin haben wir hunderte von Menschen getroffen. Hey, das wäre ein Spaß gewesen, wenn ich die alle hätte zusammentreiben sollen. Vor dem Schloss haben die Zweibeiner dann unzählige Fotos gemacht. Da gab es für uns Hunde jede Menge Wurststückchen, damit wir ruhig sitzen blieben, mhm, das war lecker.

Im Wald angekommen, durften wir endlich wieder frei laufen. Ich hatte die Aufgabe, die Meute zusammenzuhalten. Besonders aufregend war es, als wir über einen sehr schmalen Weg über Stock und Stein liefen. Ich flitzte zwischen den Leuten hindurch - das war ein Spaß. Je steiler der Weg, desto schöner für mich. Als mein Chef merkte, dass es für einige Wanderer etwas heikel wurde, musste ich aber bei-Fuß-laufen. Das war echt blöd für mich. Na ja, mit Hilfe von einigen kräftigen Zweibeinern kamen wir gemeinschaftlich durch den Streckenabschnitt. Alle freuten sich sehr über die tolle Hilfe und das gemeinsame Überwinden der naturgegebenen Hindernisse.

Euer Oskar

Nachdem nun die Hunde ausführlich berichtet haben, möchte ich auch noch von einem besonderen Highlight berichten. Der Traumpfad über die deutsch-österreichische Grenze und das Beisammensein mit neuen Mitwandernden (unter anderem dem Vorsitzenden der Arche Deutschland & Österreich, Steffen Müller, der früheren Leiterin der Arche Deutschland & Österreich, Astrid Froeb, sowie mehreren Freunden von der Arche Tirol) wurde am Abend von einer sehr großzügigen Einladung der hiesigen Pfarre in Breitenwang (Tirol) in das Restaurant Alina gekrönt. Es war phänomenal! So ein Essen kann erschöpfte Wanderer sehr glücklich machen. Ganz lieben und herzlichen Dank den Spendern und ein vergelt‘s Gott im Namen der gesamten Arche-Wandergruppe!

Elisabeth F.

Vielen Dank an unsere Sponsoren/-innen!